Blaues Licht … dieser Feind, dem wir täglich ausgesetzt sind und der im Verborgenen lauert (na ja, im hellen Licht).

Denn inzwischen weißt du bestimmt: Es ist überall! Dein Handy, dein Computer, dein Tablet, die Beleuchtung und sogar die Sonne! Viele Dinge strahlen blaues Licht aus.

Und auch wenn es durchaus positive Seiten haben kann, scheint es doch deinen Augen und deiner allgemeinen Gesundheit schaden zu können.

Es ist also ganz normal, dass wir immer häufiger nach Möglichkeiten suchen, uns davor zu schützen. Dazu gehören Glühbirnen ohne blaues Licht – ein neuer und vielversprechender Ansatz. Wir erzählen dir alles über diese neue Technologie!

Blaues Licht: Das steckt dahinter

Wusstest du, dass wir täglich blauem Licht ausgesetzt sind? Ja, denn es wird ausgestrahlt von:

Wie alle anderen bist auch du blauem Licht in großem Umfang ausgesetzt – es sei denn, du bist ein Hobbit und lebst in einem Loch im Auenland (wobei selbst sie dem blauen Licht ausgesetzt waren, allerdings nur dem der Sonne).

Allerdings ist nicht jedes blaue Licht schlecht.

Das von der Sonne ausgestrahlte Licht ist gut für den Körper, da es den zirkadianen Rhythmus reguliert und zu einem guten Schlaf beiträgt.

blauer Himmel mit einigen Wolken

Seine Wellenlänge ist für den Menschen keineswegs schädlich – ganz im Gegenteil.

Das Problem ist das blau-violette Licht (zwischen 380 und 450 Nanometern), das zu den intensivsten Bereichen des Lichtspektrums gehört und eine sehr kurze Wellenlänge hat, die nahe an der ultravioletten Strahlung (UV) liegt.

LEDs: viele Vorteile, aber ein Nachteil – blaues Licht

Was sind LEDs?

Unsere englischsprachigen Freunde erklären dir, dass LED für Light-Emitting Diode steht.

Bei uns spricht man von Leuchtdioden – elektronischen Bauteilen, die Licht abgeben, wenn elektrischer Strom durch sie hindurchfließt.

Diese Technologie hat die Glühlampen ersetzt und ist inzwischen fast überall zu finden, unter anderem in:

  • 🛋️ der Beleuchtung bei dir zu Hause

  • 🏬 der Straßen- und Geschäftsbeleuchtung

  • 💻 all deinen Bildschirmen (Smartphone, Computer, Fernseher, Tablet …)

  • 🧸 bestimmten Spielzeugen für Kinder

  • 🚘 den Scheinwerfern deines Autos

  • 🎄 der Weihnachtsbeleuchtung

  • 🚦 der Verkehrsbeleuchtung

Die Vorteile von LEDs

Sie werden so häufig verwendet, weil sie viele Vorteile haben, zum Beispiel:

  • 🔆 eine hohe Lichtleistung

  • 🧓 eine sehr lange Lebensdauer

  • ⚡ einen niedrigen Stromverbrauch

  • 🌡️ eine geringe Wärmeentwicklung

  • ✨ sofortige Betriebsbereitschaft: Sie gehen sofort an und aus

Warum ist das Licht von LED-Lampen gefährlich?

Wir sind inzwischen von LEDs umgeben, die sich fast überall in unserer Umgebung befinden. Gleichzeitig verbringen wir immer mehr Zeit vor Bildschirmen.

Das bringt natürlich einige Nachteile mit sich, denn eine längere Exposition gegenüber künstlichem blauem Licht kann potenziell gesundheitsschädlich sein. Das von LEDs ausgestrahlte Licht ist sehr intensiv. Kommt dann noch die lange Expositionsdauer hinzu (wir verbringen schließlich viel Zeit vor Bildschirmen), können die Probleme beginnen.

 verschiedene Arten von LED-Lampen

Das menschliche Auge war seit jeher an „warmes“ Licht gewöhnt, besonders am Abend. Bei LEDs muss es ein viel „kälteres“ und grelleren blaues Licht ertragen. Kein Wunder, dass unsere Augen diese Belastung nicht besonders mögen – und sie bleibt nicht ohne Folgen.

Welche Gefahren birgt das blaue Licht einer LED-Lampe?

Auch wenn dies noch weiter untersucht werden muss, deuten immer mehr Studien und Berichte darauf hin, dass dieses künstliche Licht kurzfristig Folgendes verursachen kann:

Und langfristig:

  • ⚫ eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Lampen ohne blaues Licht: eine Lösung für die Zukunft?

Angesichts der potenziellen Gefahren von blauem Licht ist es ganz normal, dass wir auf verschiedenen Wegen versuchen, gesundheitlich unbedenklichere Alternativen zu finden.

Werfen wir einen Blick auf Lampen ohne blaues Licht.

Ein interessanter und vielversprechender Ansatz …

Bisher ist es Forschenden gelungen, blaues Licht abzuschirmen, aber nicht vollständig zu beseitigen. Mehrere Hersteller bieten bereits Lampen an, die die Auswirkungen dieses Lichts verringern, es aber nicht ganz eliminieren.

Das Ziel ist vor allem, eine neue Art von LED-Lampe ohne schädliches blaues Licht zu entwickeln, die alle Vorteile von LEDs bietet und gleichzeitig unsere Augen schützt.

Eine LED ohne blaues Licht

LED-Lampe ohne blaues Licht: Wie funktioniert sie?

Vereinfacht gesagt, erzeugt eine Lampe ohne blaues Licht warmweißes Licht und vermeidet dabei den problematischen Wellenlängenbereich.

Forschende der American Chemical Society haben eine solche Lampe entwickelt. Dafür stellten sie einen Leuchtstoff her, der in einer violetten LED-Vorrichtung verwendet wird, und mischten ihn mit rot und grün leuchtenden Leuchtstoffen. Diese Innovation erzeugt das gewünschte warmweiße Licht und reduziert gleichzeitig die Intensität des blauen Lichts – etwas, das bei den bisher im Handel erhältlichen LED-Lampen nicht möglich war.

Eine weitere Lösung: rotes und gelbes Licht verwenden. Es fördert besonders das Einschlafen und sorgt für warmes, sanftes Licht.

… aber noch in der Forschungsphase

Die Vorteile von LEDs nutzen, ohne die Augen zu gefährden … eine echte Herausforderung! Und je komplizierter etwas ist, desto länger dauert die Umsetzung.

Das von den Forschenden der American Chemical Society erzeugte Licht entspricht zwar dem gewünschten Effekt: warmes, helles Licht ohne blaues Licht. Die Farben der Gegenstände erscheinen ähnlich wie bei natürlichem Licht. Die Forschenden weisen jedoch darauf hin, dass noch weitere Arbeit nötig ist, bevor diese Lampen im Alltag verwendet werden können.

Deshalb sind all diese Lösungen derzeit noch nicht ausreichend entwickelt und die besagten LED-Lampen ohne blaues Licht sind schwer zu bekommen – zumindest in Frankreich.

Außerdem sollen sie nicht nur in Lampen zum Einsatz kommen, sondern auch in Smartphone-Bildschirmen, Fernsehern und anderen Geräten …

Diese Lampen ohne blaues Licht sind jedoch bereits auf einigen Websites und in manchen Ländern erhältlich.

Mehrere amerikanische und britische Marken und Hersteller bieten sie auf ihren Websites an. Man kann sie also kaufen, aber nicht einfach beim nächsten Baumarkt.

Die gute Nachricht ist, dass Forschende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiterhin intensiv an diesem Thema arbeiten. Es ist gut möglich, dass diese Lampen schließlich die erwartete Wirksamkeit erreichen und in den kommenden Jahren auf dem französischen Markt erhältlich sein werden.

Was können wir also bis dahin tun?

Du kannst die Menge des blauen Lichts, das deine Lampen ausstrahlen, auch ohne neue Technologien reduzieren.

Die derzeit erhältlichen LED-Lampen strahlen je nach ihrer in Kelvin angegebenen Farbtemperatur warmes oder kaltes Licht aus. Die Skala reicht von 2200 bis 6000 Kelvin.

Je niedriger der Wert, desto wärmer ist das Licht. Von warmweißem Licht spricht man bei Lampen mit 2500 bis 3000 Kelvin. Danach kommt Neutralweiß und ab 5500 Kelvin Kaltweiß.

LED-Lampe mit warmem Licht

Die Farbtemperatur des Lichts findest du auf der Verpackung deiner Lampe. Daneben steht ein Wert in Lumen, der die abgegebene Lichtmenge angibt.

Was hat das mit blauem Licht zu tun? Ganz einfach: warmes Licht strahlt weniger schädliches blaues Licht aus als kaltes Licht. Du kannst also schon jetzt die Menge des blauen Lichts, dem du durch deine Beleuchtung ausgesetzt bist, verringern, indem du warmweiße LED-Lampen (2500 bis 3000 Kelvin) wählst.

Unser praktischer Leitfaden zum Schutz vor den schädlichen Auswirkungen von blauem LED-Licht

Bis diese Lampen ohne blaues Licht erhältlich sind (und auch, weil sie ohnehin nicht alle Probleme lösen werden), findest du hier einige Tipps, die du schon heute umsetzen kannst, um dich vor blauem LED-Licht zu schützen:

  • 👓 Trage Blaulichtfilterbrillen, um deine Augen zu schützen: Natürlich sprechen wir das an – schließlich ist es unser Spezialgebiet. Sie sind aber tatsächlich eine sehr gute Lösung, um gezielt den schädlichen Anteil des blauen Lichts herauszufiltern.

  • 📴 Begrenze deine Bildschirmzeit: Wir wissen, dass dies wahrscheinlich der schwierigste Tipp ist, aber zugleich der wirksamste! Wenn dir das schwerfällt, solltest du zumindest regelmäßige Pausen einlegen, ein paar Augenübungen machen, um deine Augen zu entlasten (zum Beispiel die 20-20-20-Regel), dich dazu verpflichten, mindestens 1,5 Stunden vor dem Schlafengehen abzuschalten und nachts keine Bildschirme zu benutzen – dann schläfst du gleich besser!

  • 📱 Verwende einen Filter oder eine App gegen blaues Licht, um das blaue Licht der Bildschirme zu reduzieren: vielleicht nicht die beste Methode, aber immer noch besser als nichts!

  • 🧒 Achte auf LED-Spielzeug für Kinder und Babys und auf Deko-Lampen wie Lichterketten und Nachtlichter. Sie können besonders viel blaues Licht ausstrahlen und langfristig deinen Augen und deiner Gesundheit schaden.

Fazit: Sind Lampen ohne blaues Licht die Lösung, um uns vor schädlichem künstlichem Licht zu schützen?

Ja, viele Beleuchtungsarten enthalten blaues Licht, auch LED-Lampen. Leider scheint dieses Licht unseren Augen zu schaden.

Das heißt aber nicht, dass du durch deine LED-Lampe oder beim Blick auf dein Handy erblinden wirst! Gefährlich kann eine tägliche Überexposition gegenüber diesen LEDs werden.

Doch der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten: Die Forschung läuft und die Ergebnisse sind vielversprechend. Ziel ist es, LED-Lampen ohne blaues Licht auf den Markt zu bringen.

Hab also noch etwas Geduld. Entscheide dich bis dahin für warmweiße Lampen (Farbtemperatur zwischen 2500 und 3000 Kelvin) und gewöhne dir ein paar gute Verhaltensweisen an, um dich im Alltag vor blauem Licht zu schützen.

 

Getaggt: Lumière bleue

Kommentare

Bonjour, Bravo ! très bon article , clair et pédagogique , enfin je sais l’état de la recherche et le choix le plus intelligent a faire . Merci
Bien cordialement

— MATHURIN