Aufhören ist Schummeln! Aber Schlafen gibt neue Energie. Bei uns hat Schlaf höchste Priorität, und wir möchten ein Jahrzehnt intensiver Forschung mit dir teilen – zusammengefasst in einem grandiosen Artikel, der dir zu besserem Schlaf verhelfen soll. Auch wenn manche denken, sie würden schlafen, wenn sie tot sind: Wir haben beschlossen, Schlaf zum Grundpfeiler eines gesunden Lebens zu machen. Zum einen, weil Schlafen Freude macht, aber vor allem, weil guter Schlaf uns ermöglicht, jeden Augenblick zu genießen, unser volles Potenzial auszuschöpfen und gesund zu leben.
In diesem umfassendsten Praxisratgeber zum Thema Schlaf:
🧰 Der Werkzeugkasten für besseren Schlaf
-
🔟 Die 10 wichtigsten Tipps für besseren Schlaf
💡 Das Licht optimal nutzen
⏱ Welche Schlafenszeiten?
🌡 Die Temperatur senken
🏋️♀️ Die richtigen Übungen machen
🥗 Besser essen – zum richtigen Zeitpunkt
💧 Mehr H₂O und weniger Alkohol
☕️ Koffein verstehen und zum richtigen Zeitpunkt zu sich nehmen
👩❤️👨 Allein oder zu zweit schlafen?
🧘♀️ Ängste reduzieren
💊 Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente
Der Werkzeugkasten für erholsamen Schlaf
Schlafen bedeutet vor allem, den Tag hinter sich zu lassen. Vollkommen loszulassen, damit der Körper sich umfassend regenerieren kann. Es liegt uns also fern, dich damit zu stressen, dass du dir unbedingt allerlei Hightech-Geräte anschaffen musst. Wir geben dir einfach ein paar Empfehlungen für Hilfsmittel, die wir getestet haben und die wirklich helfen.
⌚️ Gerät zur Schlafüberwachung (Oura, Apple Watch ...)
䷣ Verdunkelungsvorhänge und/oder Schlafmaske
🔇 Ruhiges Schlafzimmer oder gleichbleibender Geräuschpegel
🛏 Bequeme, nicht zu weiche Matratze (mit Temperaturregulierung ist sie optimal – siehe Eight Sleep)
- 💨 Kissen, das den Kopf stützt und die Wirbelsäule gerade hält
🩳 Geeignete Kleidung (leicht und locker)
📲 Entspannungs-App (Headspace, Calm)
🤓 Blaulichtfilterbrille , um abends das Licht abzuschirmen
Besser schlafen: 10 Optimierungen, die dein Leben verändern
1 – Der Schlüsselfaktor: Licht

Für die Regulierung unseres Schlaf-Wach-Rhythmus ist Licht für unseren Körper wichtiger als alles andere. Um also besser zu schlafen, ist es entscheidend, die eigene Lichtexposition zu regulieren – und das ist nicht so einfach, wie es scheint!
Unsere Gesellschaft ist ziemlich paradox:
☁️ Tagsüber sind wir nicht ausreichend natürlichem Licht ausgesetzt (viele von uns arbeiten in Büros, manche sogar ohne Fenster – das sollte illegal sein!)
UND
💡 Abends und sogar nachts fehlt uns die Dunkelheit.
Unser Körper besitzt Sensoren, die es ihm ermöglichen, die Produktion von Hormonen zu regulieren, die mit unserem zirkadianen Rhythmus zusammenhängen (ein Mechanismus, der sich seit Urzeiten entwickelt hat und sich an den natürlichen Tag-Nacht-Zyklen orientiert). Unser moderner Lebensrhythmus hat daher große Auswirkungen auf unseren Organismus.
Die Lösung ist ganz einfach: Wichtig ist, tagsüber so lange wie möglich natürlichem Tageslicht ausgesetzt zu sein und es möglichst dunkel zu halten, sobald die Sonne untergeht. Hier kommt dein Rezept:
🌅 Nach dem Aufstehen 2 bis 10 Minuten Sonne tanken: Helles Licht regt die Cortisolproduktion an und sorgt dafür, dass du dich wacher und leistungsfähiger fühlst. Cortisol hat oft einen schlechten Ruf, aber dieses Hormon kommt natürlicherweise vor und ist für das reibungslose Funktionieren deines Körpers notwendig.
🏋️♀️ Nach dem Aufstehen etwas Sport treiben setzt ebenfalls einen Mechanismus in Gang, der dem Körper signalisiert, dass jetzt Zeit für Aktivität ist. Auch das aktiviert unsere innere Uhr.
☀️ Morgens 30 bis 40 Minuten natürliches Licht (und nicht hinter einer Glasscheibe, die immer einen Teil des Lichts filtert, auch wenn sie durchsichtig ist).
🤩 Morgens auf die Sonnenbrille verzichten (sofern die Sonne natürlich nicht zu intensiv ist – das natürliche Morgenlicht tut dir gut).
🫣 Am späten Nachmittag damit beginnen, die Lichtexposition zu reduzieren – etwa ab 18 Uhr oder einfacher gesagt, sobald die Sonne untergeht.
😎 Die Helligkeit spätestens drei Stunden vor dem Schlafengehen so weit wie möglich reduzieren (mit einer Blaulichtfilterbrille und/oder gedämpftem Licht zu Hause).
🏮 Jedes Licht im Schlafzimmer vermeiden. Selbst die kleinste LED wird von deinem Körper wahrgenommen und kann sich negativ auf deinen Schlaf auswirken. Absolute Dunkelheit!
⚠️ Zwischen 23 Uhr und 4 Uhr morgens unbedingt jegliches Licht vermeiden (wenn du aufstehen musst, um auf die Toilette zu gehen, verwende rotes oder möglichst gedämpftes Licht und/oder schütze deine Augen mit einer starken Blaulichtfilterbrille oder sogar einer Sonnenbrille).
2 – Schlafenszeiten: Warum Regelmäßigkeit wichtig ist

Unser Körper funktioniert wie eine Maschine mit einem komplexen, von einer inneren Uhr gesteuerten Mechanismus.
🕰 Damit sie sich richtig einstellt und die richtigen Automatismen entwickelt, musst du jeden Tag eine feste Zeit zum Schlafengehen UND zum Aufstehen einhalten.
Früher war das einfach – in der Steinzeit gab es schließlich kein Netflux, das uns in einen endlosen Strudel süchtig machender Serien hineinzog. Die Sonne ging unter und signalisierte unserem Körper, dass es Zeit war, sich auszuruhen. Heute gibt es bei uns zu Hause viel mehr Ablenkungen.
Ohne allzu sehr ins Detail zu gehen: Wenn du jeden Tag zu einer anderen Zeit ins Bett gehst, kann dein Körper diese automatischen Mechanismen nicht entwickeln und hat es deutlich schwerer, sich auf eine erholsame Nachtruhe einzustellen.
Optimierung 👉 Lege eine feste Schlafenszeit fest und halte sie so oft wie möglich ein. Du wirst überrascht sein, wie sich dein Körper nach ein paar Tagen daran gewöhnt und du jeden Abend ungefähr zur gleichen Zeit müde wirst.
3 – Temperatur

Damit du einschlafen und durchschlafen kannst, spielen die Temperatur in deinem Schlafzimmer und in deinem Bett eine entscheidende Rolle.
Eine kühlere Raumtemperatur entspricht zunächst dem natürlichen Verlauf des Abends (kühler als am Tag) und ist wichtig, damit die Kerntemperatur deines Körpers sinkt. Für die meisten Erwachsenen sind etwa 16 bis 18 Grad ideal.
📉 Außerdem solltest du wissen, dass die Körpertemperatur zum Einschlafen um etwa ein Grad Celsius sinken muss.
Das geschieht auf natürliche Weise, aber du kannst deinen Körper dabei unterstützen. Mit einem heißen Bad, einer Dusche oder einem Saunagang lässt sich die Kerntemperatur beeinflussen: Dadurch steigt zunächst deine Körpertemperatur. Wenn du dann ins Bett gehst, sinkt sie wieder und erzeugt künstlich den Temperaturabfall, der für guten Schlaf nötig ist.
Das kann sich enorm darauf auswirken, wie schnell du einschläfst!
Optimierung
- 👉 Die Schlafzimmertemperatur auf etwa 18 Grad Celsius einstellen
- 👉 Mit einer heißen Dusche einen Temperaturabfall auslösen: Sie lässt deine Temperatur zunächst steigen und danach schnell wieder sinken.
- 👉 Eine Matratze oder Matratzenauflage mit Temperaturregulierung verwenden. Wenn du es wirklich ernst meinst, gibt es nichts Besseres als ein Eight Sleep!
4 – Sport: ein natürliches Entspannungsmittel

Sport ist aus vielen Gründen gut für dich. Einer der wichtigsten: Er fördert den Schlaf!
Dein Körper ist eine Maschine, die auf Bewegung ausgelegt ist. Er ist das Ergebnis von Millionen Jahren Evolution, die uns die Welt erobern ließen – unter anderem, weil wir uns mit bemerkenswerter Ausdauer über weite Strecken fortbewegen konnten.
Und nur weil du diesen Artikel ganz gemütlich auf deinem Ikea-Sofa lesen kannst und nicht mehr für deine täglichen Mahlzeiten auf die Jagd gehen musst, heißt das nicht, dass dein Körper keine Bewegung mehr braucht, um richtig zu funktionieren.
✅ Verbessert die Schlafqualität
Bewegung verlängert die Zeit im Tiefschlaf, der körperlich erholsamsten Phase deiner Schlafzyklen. Tiefschlaf trägt dazu bei, das Immunsystem zu stärken, die Herzgesundheit zu fördern und Stress und Ängste zu bewältigen.
⏳ Verlängert die Schlafdauer
Bei körperlicher Aktivität verbrauchst du Energie. Dadurch fühlst du dich müder und bist am Ende des Tages bereit, dich auszuruhen. Studien zeigen, dass regelmäßiger Sport die Schlafdauer ebenso wie die Schlafqualität verbessern kann.
🧘♂️ Reduziert Stress und hilft dir, schneller einzuschlafen
Sport ist ein wirksames Mittel gegen Angstzustände. Schon fünf Minuten Bewegung reichen aus, um im Körper angstlösende Reaktionen auszulösen! Also, runter von der Couch.
Übungen wie Yoga können das parasympathische Nervensystem beruhigen und dir helfen, dich zu entspannen. Sie können den Cortisolspiegel und den Blutdruck senken und sich gleichzeitig positiv auf deine Stimmung auswirken.
5 – Ernährung: Menge, Qualität und Zeitpunkt der Mahlzeit

Ein besonders wichtiges Thema für uns Franzosen: die Auswirkungen des Abendessens. Je näher die Mahlzeit am Schlafengehen liegt, desto stärker beeinflusst sie das Einschlafen und die Schlafqualität. Und in Frankreich essen wir im Durchschnitt spät (um 20:15 Uhr) – da geht bestimmt noch mehr!
⌚️ Früher essen
Das absolute Ideal, das sich nicht immer leicht umsetzen lässt: mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen zu Abend essen.
So hat dein Körper ausreichend Zeit zum Verdauen, ohne dass dein Schlaf gestört wird. Gleichzeitig bleibt genug Zeit, damit du nicht hungrig ins Bett gehst. Auch Menschen mit saurem Reflux können so die Symptome vor dem Schlafengehen vermeiden.
Ein weiterer, etwas subtilerer, aber ebenso wichtiger Punkt: Wenn du zu spät isst, steigt deine Körpertemperatur – das wirkt dem zuvor beschriebenen Temperaturabfall entgegen.
🪶 Besser und leichter essen
Die Qualität und Menge der Lebensmittel, die du abends isst, beeinflussen deinen Schlaf natürlich ebenfalls. Bevorzuge leichte, gut verdauliche Speisen, damit dein Körper nicht auf Hochtouren laufen muss, um all diesen Treibstoff zu verdauen.
Klar, ab und zu kannst du dir ein leckeres Raclette gönnen. Im Allgemeinen ist eine leichte, ausgewogene Mahlzeit jedoch besser – mit eher Eiweiß (etwas Hähnchen mit Gemüse) als Kohlenhydraten (verzichte auf Nudeln, Kartoffeln, Brot ...).
Horus-X-Tipps für guten Schlaf
👉 In den letzten drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr essen
👉 Sättigende, nährstoffreiche, kalorienarme und leicht verdauliche Lebensmittel wählen.
6 – Besser hydrieren und weniger Alkohol trinken

Das ist offensichtlich, aber das Thema verdient einen genaueren Blick, denn ganz so einfach ist es nicht.
Ausreichend Flüssigkeit hilft deinem Körper, optimal zu funktionieren – tagsüber und auch nachts! Wichtig ist, weder zu viel noch zu wenig zu trinken.
- ➕ Zu viel, und du musst möglicherweise mehrmals aufstehen und deinen Schlaf unterbrechen (Nykturie).
- ➖ Zu wenig, und du riskierst, die Gehirnfunktion zu beeinträchtigen, die für eine gute Nachtruhe wichtig ist.
Wie viel Wasser solltest du trinken? Das hängt vor allem von den Bedingungen ab, unter denen du dich befindest (kalt? heiß? Hitzewelle?) und viel weniger vom Körpergewicht, wie man vielleicht denken könnte, wie der Neurobiologe Andrew Huberman hervorhebt.
Die ideale Faustregel für die meisten von uns:
👉 Etwa 2,4 Liter Wasser in den ersten zehn Stunden des Tages (im Durchschnitt etwa 236 Milliliter pro Stunde).
Warum zehn Stunden? Weil deine Nieren in dieser Zeit auf Hochtouren arbeiten. Danach fahren sie ihre Aktivität herunter – zum Glück! Und wenn du unseren Rat befolgt hast, solltest du abends deutlich weniger Durst haben.
📉 Ziel ist es, abends weniger zu trinken, damit du nachts nicht aufstehen musst und trotzdem ausreichend hydriert bist: 150 ml wären ideal (wenn du natürlich sehr durstig bist oder es heiß ist, trink mehr).
In jedem Fall gilt beim abendlichen Trinken eine wichtige Regel:
Vermeide es, diese Wassermenge zu schnell zu trinken. Dieselbe Menge wird tendenziell schneller wieder ausgeschieden, wenn du sie schneller trinkst. Wenn du über den Abend verteilt langsam in kleinen Schlucken trinkst, wirst du nachts seltener aufwachen!
Hinweis für Sportler: Beim Sport gilt eine einfache Formel: alle 15 Minuten 2 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht.
Und Alkohol?
Ja, wenn du etwas angetrunken bist, schläfst du wahrscheinlich schneller ein (sofern sich nicht alles dreht). Doch die vermeintlich positive beruhigende Wirkung von Alkohol wird durch seine äußerst schädlichen Auswirkungen auf den Schlaf mehr als aufgewogen.
🧠 Tatsächlich betäubt Alkohol deine Großhirnrinde und lässt dich schneller das Bewusstsein verlieren, aber du schläfst nicht wirklich auf natürliche Weise ein.
⃜ Das zweite Problem: Alkohol unterbricht deinen Schlaf. Du wachst viel häufiger auf und dein Schlaf ist deutlich weniger erholsam, weil er nicht „konsolidiert“ wird, wie der Schlafforscher Matthew Walker treffend erklärt.
💭 Das dritte Problem: Alkohol blockiert einen großen Teil des REM-Schlafs, also der Schlafphase, in der du träumst.
Wenn du besser schlafen willst, musst du weniger trinken!
7 – Die unterschätzte Wirkung von Koffein

Die meisten von uns wissen genau, dass Koffein (enthalten in Kaffee, Tee, Kakao ...) unseren Schlaf beeinflusst.
Viele von uns können außerdem nicht ohne ihre Tasse am Morgen „funktionieren“.
💥 Die Erklärung ist einfach: Koffein blockiert die Adenosinrezeptoren (Adenosin wiederum ist für das Müdigkeitssignal in unserem Gehirn verantwortlich). Morgens ist das hilfreich, wenn wir schlafen wollen, deutlich weniger.
Hier gilt es, drei wichtige Mythen genauer zu betrachten.
Wir bei Horus X lieben Kaffee, wissen aber auch nach jahrelanger Beschäftigung mit dem Thema, dass Kaffee beziehungsweise Koffein den Schlaf besonders stark beeinträchtigt. Deshalb haben wir unseren Konsum angepasst.
🙀 Ein Angstzustände auslösender Wachmacher
Erstens ist Koffein nicht nur ein Wachmacher, sondern auch eine angstauslösende Substanz. Das bedeutet: Es hilft dir, etwas leistungsfähiger zu sein, wenn du nicht gut geschlafen hast, verstärkt aber auch Angstgefühle.
Für viele von uns ist dieser Nachteil nicht zu unterschätzen: Koffein macht uns zwar wacher, birgt aber auch das Risiko, dass wir deutlich gestresster und letztendlich weniger konzentriert bei unseren Vorhaben sind.
⏰ Eine sehr lange Verweildauer im Körper
Das Zweite, was du wissen solltest, ist die Verweildauer von Koffein in deinem Körper. Wenn du eine Tasse Kaffee trinkst, dauert es etwa fünf bis sechs Stunden, bis dein Körper die Hälfte davon abgebaut hat. Für drei Viertel braucht er 10 bis 12 Stunden.
Das bedeutet: Wenn du um 13 Uhr einen Kaffee trinkst – wie es viele von uns gewohnt sind –, ist um Mitternacht immer noch ein Viertel des Koffeins von früher am Nachmittag in deinem Körper! Nicht ideal, wenn du ohnehin schon Schlafprobleme hast.
😴 Drittens: die Auswirkungen auf die Schlafzyklen
Koffein bringt deinen Schlaf durcheinander, ob du willst oder nicht. Wer besonders empfindlich darauf reagiert, schläft schwerer ein UND durch, weil man stärker auf jede noch so kleine Bewegung, jedes Geräusch und Ähnliches reagiert.
Doch das ist noch nicht alles. Koffein wirkt sich auf wirklich jeden aus – sogar auf deinen Kumpel Marc, der sich damit brüstet, direkt nach dem Abendessen zwei Espressi runterzukippen. Das Problem ist, dass er es nicht merkt. Tatsache ist, dass Koffein deinen Tiefschlaf beeinträchtigt, besonders in den ersten zwei Stunden nach dem Einschlafen. Eine Studie des amerikanischen Schlafforschers Matthew Walker hat gezeigt, dass der Tiefschlaf beim abendlichen Kaffeekonsum im Durchschnitt um 30 % abnimmt! Du wirst es zwar nicht merken, aber die Auswirkungen sind real und nachhaltig.
Horus-x-Optimierung
👉 Nachmittags keine koffeinhaltigen Getränke trinken.
8 - Zu zweit schlafen: Störungen durch deinen Partner reduzieren

Wenn man als Paar schläft, kann es manchmal schwierig sein, erholsamen Schlaf zu finden.
Unterschiedliche Schlafenszeiten, Schnarchen, Bewegungen, unterschiedliche Vorlieben bei Matratzen oder der Dicke der Bettdecke …
All das kann deinen Schlaf stören (ganz zu schweigen von der gesteigerten Libido eines etwas nymphomanischen Partners ˆˆ).
Und das ist wissenschaftlich erwiesen! Wenn man als Paar schläft, schläft man etwas schlechter.
Für viele ist das kein Problem, denn diese Einschränkungen werden durch das Gefühl von Wohlbefinden und Geborgenheit ausgeglichen.
Für alle anderen gibt es Möglichkeiten zur Optimierung.
🛏 ⎸ 🛏 Der extremste Fall: getrennte Schlafzimmer!
Man stellt die Betten auseinander und schläft jeweils in einem eigenen Zimmer. Das ist ziemlich radikal, aber manchmal notwendig für das Wohlbefinden des Paares (vor allem, wenn die bessere Hälfte schnarcht wie ein Weltmeister).
Das mag seltsam wirken, aber jeder ist anders. Kein Grund zu urteilen: Wenn man dadurch wieder besser schläft und so auch tagsüber ein erfülltes Leben führen kann, gibt es nichts zu diskutieren! Und es kann eine Beziehung retten!
Denn was bei dieser Lösung meist am meisten fehlt, ist letztlich eher der Moment vor dem Einschlafen – dieses kleine, gemütliche Ritual zu zweit – oder der Moment beim Aufstehen, wenn man sich küsst, bevor der Tag beginnt.
Diese Momente kann man letztlich beibehalten, indem man vor dem Schlafengehen ein kleines Ritual pflegt, bevor jeder in seinem eigenen Bett schlafen geht. Das erfordert etwas zusätzlichen Aufwand, ist aber durchaus machbar.
🛏 🛏 Hybridlösung
Man stellt die Betten auseinander, bleibt aber nebeneinander. Diese Lösung ist ziemlich gut, weil sie viele Probleme behebt (auf den Komfort jedes Einzelnen abgestimmte Betten, weniger Bewegungen …) und man trotzdem nebeneinander bleibt.
9 - Ängste reduzieren

Über Schlafprobleme kann man nicht sprechen, ohne auch über Ängste zu sprechen. Sie sind DER entscheidende Faktor, der den Schlaf stört.
Ängste äußern sich häufig in Form von Schlaflosigkeit, insbesondere bei Menschen, die genetisch zu ängstlichem Verhalten neigen. Dabei treten folgende Probleme auf:
Entweder Schwierigkeiten beim Einschlafen
Oder Schwierigkeiten, durchzuschlafen
Oder beides
Diese Schwierigkeiten hängen mit einer Störung des Cortisol-Ausschüttungsrhythmus durch das sympathische Nervensystem zusammen (das seinen Namen wirklich zu Unrecht trägt).
Zusätzlich zu Bewegung, dem wirksamsten natürlichen Antidepressivum, lässt sich Stress mit einer sehr wirksamen, wissenschaftlich belegten Methode reduzieren.
Sie ist ganz einfach, aber viele schaffen es nicht, weil man sie zur Gewohnheit machen muss: Meditation. Sie hilft dir dabei:
🧘♀️ Deine mentale Verfassung zu verbessern: Wenn du dich während der Meditation auf den gegenwärtigen Moment konzentrierst, denkst du vielleicht seltener an die Vergangenheit oder die Zukunft und reagierst gelassener auf schwierige Erlebnisse.
💨 Deine Atmung zu verlangsamen: Die Konzentration auf eine ruhige, tiefe Atmung mithilfe des Zwerchfells scheint eine der wichtigsten Methoden zu sein, mit denen Meditation Ängste reduziert.
❤️ Deinen Puls und Blutdruck zu senken
Unser Ratgeber zu Meditation und Konzentration hilft dir dabei, all das umzusetzen. Wir empfehlen dir wirklich, es auszuprobieren: Es ist nicht kompliziert und sehr wirksam. Unser Team nutzt die App Headspace und findet sie sehr effektiv.
🚭 Einen Joint zum Einschlafen zu rauchen, ist keine nachhaltige Lösung :
Ein bisschen Gras zum Einschlafen? Die aktuelle Forschung zeigt, dass das keine besonders gute Idee ist.
Cannabis enthält zwei Substanzen:
THC (Tetrahydrocannabinol): der psychoaktive Bestandteil (der dich high macht)
CBD (Cannabidiol) : der nicht psychoaktive Bestandteil
Das Hauptproblem geht vom THC aus:
🥱 Es kann das Einschlafen erleichtern (das ist natürlich gut!).
💭 Es unterdrückt jedoch den REM-Schlaf, der für guten Schlaf essenziell ist (weniger REM-Schlaf, später in der Nacht und mit veränderter Intensität).
♽ Außerdem macht es stark abhängig. Wenn man es einmal zum Einschlafen verwendet, fällt es schwer, ohne einzuschlafen!
📈 Zudem entwickelt man eine Toleranz (man braucht immer mehr, damit es wirkt).
🏀 Und beim Absetzen kommt es zu einem starken Rebound-Effekt (der Schlaf ist danach noch schlechter als vor dem Konsum, was dazu verleitet, nicht aufzuhören).
Auch bei CBD, das als angstlösend gilt, ist die Dosierung schwer zu bestimmen und könnte negative Auswirkungen haben (in bestimmten Dosierungen fördert CBD eher das Wachsein als den Schlaf!).
Wenn wir eines der beiden Mittel empfehlen müssten, wäre es eher CBD (in Frankreich legal), das positive Wirkungen haben könnte. Die Forschung ist jedoch noch zu begrenzt, um es mit Sicherheit wegen seiner Wirkung auf den Schlaf empfehlen zu können.
🍆🍑 Interessante Anmerkung: weniger Gerede, mehr S*ex
Es ist recht interessant, dass Intimität vor dem Schlafengehen das Einschlafen deutlich beschleunigt (sofern es zum Orgasmus kommt). Das gilt auch, wenn du nur deine Hände benutzt – dann ist die Einschlafgeschwindigkeit um mehr als 47 % höher!
Erste Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Hormone dabei eine wichtige Rolle spielen (vermutlich Oxytocin bei Frauen und Vasopressin bei Männern).
Wir wissen noch nicht genug darüber, aber es scheint, dass Intimität vor dem Schlafengehen das sympathische Nervensystem abschaltet und das parasympathische Nervensystem aktiviert.
Achtung: Wenn du auf deinem Bildschirm nach etwas Inspiration suchst, vergiss deine Blaulichtfilterbrille nicht 😅
10 - Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente: Unsere Meinung zu Melatonin und Schlafmitteln
Melatonin
Wenn du versucht hast, deinen Schlaf zu optimieren, hast du bestimmt schon von Melatonin gehört, dem Hormon, das guten Schlaf ermöglicht. Es kommt natürlicherweise im Körper vor, kann aber auch als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.
Eine gute Idee? Nicht unbedingt!
Wie wir in unserem Ratgeber zu den Alternativen zu Melatonin erläutert haben, empfehlen wir die Einnahme von Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel nicht wirklich, da seine Anwendung noch nicht ausreichend erforscht ist: Melatonin kann sich möglicherweise auch auf andere Bereiche des Körpers auswirken (Herz, Immunsystem, Knochen …). Kurz gesagt: Die richtige Dosierung ist noch nicht gut erforscht und könnte als Nebenwirkung den Organismus aus dem Gleichgewicht bringen.
Andere Medikamente
Bis heute bildet kein Medikament den natürlichen Schlaf vollständig nach. Betrachtet man die elektrischen Frequenzen des Gehirns während der Einnahme eines Schlafmittels, unterscheiden sie sich von denen im natürlichen Schlaf.
Das Schlimmste daran ist, dass die gesundheitlichen Risiken und Nebenwirkungen dieser Medikamente tatsächlich bestehen. Es muss noch weiter geforscht werden, aber die derzeitigen medikamentösen Behandlungen sind noch nicht ausreichend wirksam.
Besser schlafen: Das Schlusswort
Es nützt nichts, sich zu beeilen – man muss rechtzeitig schlafen.
Abgesehen davon, dass schlechter Schlaf uns fast noch elender fühlen lässt als ein Abend, der im Rinnstein endet (Tequila, Pastis, Malibu, Orangensaft), hat Schlafmangel echte Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Dieser praktische Ratgeber soll dir dabei helfen, die Tipps auszuprobieren, die für dich funktionieren!
Wenn du trotz aller Bemühungen weiterhin unter Schlafmangel leidest, können wir dir außerdem nur empfehlen, einen Termin für eine umfassende Schlafuntersuchung zu vereinbaren, um sicherzustellen, dass keine zugrunde liegenden gesundheitlichen Probleme vorliegen.
PS: Für alle, die nachts arbeiten: Mit manchen Apps wie Timeshifter kannst du dein Verhalten anpassen, um die Auswirkungen dieser Arbeitszeiten auf deinen Schlaf zu minimieren. Dasselbe gilt, wenn du unter Jetlag leidest – mit dieser App kannst du viele Dinge anpassen!



